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Leserbriefe und Reaktionen

 Stand 01.12.2015

(Einzelne Artikel sind als PDF hinterlegt und öffnen sich beim "anklicken" in einem separaten Fenster)

 


 

"Rückübertragung Amthof" (.PDF)

Reaktion und Leserbrief von Mariel Martin, Lahnau
Vom 29.11.15
Zur Veröffentlichung gesendet an Gießener Anzeiger, Wetzlarer Neue Zeitung und Gießener Allgemeine

 

"Was ist die Gemeinsamkeit zwischen Berlin und Lahnau? Beide werden von einer großen Koalition regiert, bei der sich die Bündnis 90/Grünen anbiedern. Was ist der Unterschied zwischen Berlin und Lahnau? In Lahnau betreibt die SPD die Klientelpolitik, die CDU nickt die SPD-Vorgaben feige ab und der Grüne ist der SPD-Handlanger!

Ich bin immer noch fassungslos über das abgekartete Spiel, das SPD, CDU und der Bündnis 90/Grüne gespielt haben. Wie kann man nur gegen den Antrag der Rückübertragung des Amthofes stimmen und so einem ganzen Ortsteil endgültig einen Teil seiner Identität nehmen?

Einen Antrag, der das finanzielle Risiko, durch den Zusatz -keine Instandsetzungsinvestitionen- auf annähernd null Euro reduziert. Ach ja, ich vergaß: es ging CDU und SPD ja gar nicht wirklich ums Geld. Auch, wenn fast alle Redner dieser Parteien dieses Scheinargument ins Feld geführt haben, damit ihre eigene Ideenlosigkeit und Gleichgültigkeit nicht so offensichtlich wird. Es ging grundsätzlich um Machtdemonstration und Klüngelei. Es würde mich nicht wundern, wenn der LDK das Gebäude ruckzuck verkauft und dadurch seine eigenen Finanzen aufbessert. Oder wird der Amthof gar an den einen oder anderen, vielleicht sogar einheimischen Bauunternehmer verschenkt? Der könnte dann, subventioniert durch unsere Steuergelder, Luxuswohnungen im Amthof erstellen. Ein einheimischer Unternehmer hätte aber auch die Chance, die Lahnauer mit einzubinden und gemeinsam mit Ihnen zu gestalten. Bis dahin werden wir Lahnauer wohl den dreisten Vorschlag des SPD-Abgeordneten Karl-Heinz Weber aufgreifen müssen und den Amthof in Erinnerung behalten. Keine Angst, Herr Weber, das werden wir! Aber noch viel mehr hat sich das unmögliche Verhalten von SPD und CDU in unseren Köpfen eingebrannt.

 

Mariel Martin, Lahnau"

 

 

"Rückübertragung Amthof" (.PDF)

Reaktion und Leserbrief von Andreas Papsch, Lahnau
Vom 29.11.15
Zur Veröffentlichung gesendet an Wetzlarer Neue Zeitung (nicht veröffentlicht)

 

"Leserbrief von Andreas Papsch zur Entscheidung der Gemeindevertretung Lahnau zur Rückübertragung des Gebäudes Amthof in den Gemeindebesitz

Ich bin entsetzt und traurig über so viel Unvernunft, Arroganz und Ignoranz von Bürgerwillen. Als Mitbegründer der inzwischen aufgelösten Initiative Grundschule Atzbach im Amthof  kann ich die Entscheidung des Lahnauer Gemeindeparlamentes, das Gebäude Amthof nicht wieder vom LDK zurück zu nehmen, in keiner Weise nachvollziehen. Mir war immer bewusst, dass die SPD nie eine Bindung zu diesem ortskernprägenden Kulturdenkmal aufgebaut hat und maßgeblich dazu beigetragen hat, dass eine Entwidmung als Grundschule überhaupt stattfand. Von der CDU-Lahnau bin ich allerdings negativ überrascht. Denn immerhin hatte die CDU die Bemühungen um den Erhalt der Grundschule im Amthof unterstützt und dabei immer wieder die Wichtigkeit des Gebäudes für Atzbach unterstrichen. Es ging der CDU anscheinend nie um das Gebäude, sondern nur um die potentiellen Wähler/innen, die hinter der Bewegung standen. Das macht das Abstimmungsergebnis von gestern leider nur allzu deutlich. Auch von Martin Krohn Bündnis90/Die Grünen bin ich enttäuscht. Meines Erachtens agierte Krohn eher als Kreisvertreter und nicht als Lahnauer Gemeindevertreter. Sein offensichtliches Ziel das Gebäude für den LDK zu sichern und damit bei einem späteren Verkauf Einnahmen für den Kreis zu generieren, hat er durch seine namentliche Abstimmung dokumentiert. Damit haben er und alle Nein-Sager der Gemeinde Lahnau einen finanziellen Schaden zugefügt. Ich danke den Abgeordneten von geo und FW sowie den Gemeindevertretern Thomas Kraft und Alexander Mayenschein, die mit ihrem klaren Votum für die Rücknahme des Amthof gezeigt haben, dass sie bereit sind, Verantwortung für die zukunftsorientierte Entwicklung der Gemeinde Lahnau zu übernehmen."

 

 

"Rückübertragung Amthof" (.PDF)

Reaktion und Leserbrief von Heike Meister, Lahnau
Vom 27.11.15
Zur Veröffentlichung gesendet an Gießener Anzeiger, Wetzlarer Neue Zeitung und Gießener Allgemeine

 

"Stellen Sie sich vor, Sie erben Omas Klein-Häuschen. Herzlichen Glückwunsch! Ok, ist nicht mehr ganz neu und vielleicht wissen Sie im ersten Moment nicht, wie genau Sie damit umgehen sollen – sanieren und vermieten? Das Notwendigste reparieren und erstmal selbst nutzen? Oder schließlich doch verkaufen – etwas bekommt man immer dafür.

Nur eines würden Sie sicher nicht tun – es einfach so jemand Anderem überlassen. Warum auch? Weil Sie bequem sind und Geld nicht nötig haben?

So geschehen aber jetzt mit dem Amthof: Die Mehrheit des Lahnauer Gemeindeparlaments hat die Rückübertragung ausgeschlagen, eine geschenkte Immobile  also, die -  weil leerstehend – erst einmal zu nichts verpflichtet, sondern ganz im Gegenteil eine der oben genannten Chancen bietet.  Was selbst der Gemeindevorstand so sieht und deshalb dem Parlament eine Rückübertragung empfiehlt!

Lokalpolitiker, die dem Kreis aufgrund seiner  versäumten Instandhaltungspflicht die Verantwortung für das Gebäude durch Verzicht darauf „zuschustern“ wollen,  scheinen zu vergessen, dass diese Art von „Rache“ dem Kreis ein nettes Sümmchen einbringt. Selbstverständlich hat der Kreis uns die Suppe eingebrockt. Aber warum soll er sich dann jetzt noch daran bereichern dürfen??

Selbst Menschen, die  bisher Übernahme und Investition in den Amthof durch die Gemeinde als problematisch ansahen, dürften jetzt erkennen, dass hier ein abgekartetes Spiel gespielt wurde. Dieses Angebot nicht anzunehmen ist genauso skandalös wie seinerzeit der Verzicht auf 1,7 Millionen Euro durch den Kreis plus Zahlung fast aller jährlich anfallenden Kosten im Schulbetrieb. Es geht hier nicht um chaotische Ewiggestrige gegen realistische Kalkulierer. Die Schulschließungsorgie des SPD-Landrats Schuster wies viele Ungereimtheiten auf, unterstützt durch das Gebaren seines Parteigenossen Bürgermeister Schultz; ebenso wie das Gerichtsurteil zum Veto des Bürgermeisters, das wegen der klammen Kassen Lahnaus (?) just in diesem Moment gegen den Amthof ausfiel – sowas nennt man perfektes Timing, stand die Gemeinde kurz darauf doch wieder finanziell gut da.

Es ist halt im Kleinen wie im Großen – ob NSU-Skandal, Sommer-„Märchen“ oder Volkswagen-Lüge. Es kann einem schlecht werden.   

                                                                                                                             Heike Meister, Lahnau"

 

 

Amthof Lahnau nicht von Interesse (.PDF)

Leserbrief von Christian Schwarz, Lahnau
Gießener Anzeiger vom 25.11.15
Zum Artikel "Nein zur Rückübertragung" vom 21.11.15